Start: 3. April 2014

Sentinel-1A hat die Aufgabe, radargestützte Beobachtungen der Erde von seinem etwa 700 km hohen Orbit zu machen. Er fliegt in einem polnahen Orbit und tastet die Erde dabei streifenweise ab. Die Breite der beobachteten Streifen schwankt je nach Beobachtungsmodus zwischen 80 und 400 km. Sentinel-1 tastet die Erdoberfläche mit einem C-Band-SAR (Synthetic Aperture Radar) mit einer Wellenlänge von 6 Zentimetern ab. Die aktive Antenne der Satelliten besteht aus 560 miteinander gekoppelten Einzelantennen.

Das Radar kann in vier verschiedenen Beobachtungsmodi arbeiten (Auflösungen range×azimuth):

  1. Strip-Map-Mode: 80 km breite Streifen mit einer Auflösung von 5×5 Metern
  2. Interferometric Wide-Swath-Mode: 250 km breite Streifen mit einer Auflösung von 5×20 Metern
  3. Extrawide-Swath-Mode: 400 km breite Streifen mit einer Auflösung von 20×40 Metern
  4. Wave-Mode: einzelne Bereiche von 20×20 km mit einer Auflösung von 5×5 Metern

Die ESA gewährt offenen und kostenlosen Zugriff auf die Daten, die von den Sentinel-Satelliten erfasst werden. Hierbei wird nicht zwischen öffentlicher, kommerzieller und wissenschaftlicher Verwendung unterschieden, ebenso wenig zwischen europäischen und nicht-europäischen Nutzern.

Ziel der Mission:

Die Daten sollen für die Bereiche Umwelt, Klimafolgenforschung, Verkehr, Wirtschaft und Sicherheit genutzt werden. Aus ihnen werden dann zeitnah (“near‑real time” in etwa einer Stunde) Bilder und Karten für die Warnung vor Extremwetterereignissen, für die Schifffahrt und auch für Langzeitforschungen erstellt, vor allem für Europa, Kanada und die beiden Polarregionen. Aufbauend auf vorhergehenden Missionen (genannt wird der 2012 ausgefallene Envisat) werden Anwendungen ergänzt, die eine Serie von Langzeitdaten benötigen, ebenso wie die Langzeitauswirkungen des Klimawandels erforscht – etwa die Ausdehnung des arktischen Meereises, die Massenbilanzierung der kontinentalen Eisschilde und der Gletscher. Das Radar kann zudem zwischen dem dünneren, einjährigen Meereis und dem gefährlicheren, viel dickeren mehrjährigen Eis unterscheiden, um die ganzjährige Navigation in den eisbedeckten Zonen der Arktis und Sub-Arktis für die Schifffahrt sicherer zu machen. Umweltdaten können für die Ermittlung von Ölverschmutzungen und anderen Umweltverschmutzungen eingesetzt werden.

Missionsparameter

Start 03. April 2014
Startplatz CSG ELS – Kourou
Trägerrakete Sojus VS-0
Orbithöhe 693 km
Inklination 98,18°
Aktuelle Position http://www.n2yo.com/?s=39634
Satellitenmasse ca. 2300 kg
Satellitengröße 5 m Höhe x 1,3 m Durchmesser
Energieverbrauch 5900 W
Missionsbetrieb ESA – Europäische Weltraumorganisation
Satellitenkommandierung ESOC Darmstadt
Datenempfang  —
Missionsdauer 7 Jahre Lebensdauer (Verbrauchsmaterialien für 12 Jahre)

Quelle: http://www.esa.int & http://www.wikipedia.org